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Start › Ablauf
Inhaltlich in zwei Teilen
So läuft das Projekt ab
Die Kinder werden zu Detektiv:innen: Sie gehen Elins Fall nach, sichern Schritt für Schritt sechs Spuren, und verstehen am Ende, wie Verzerrung in einer KI entsteht und wie man sie erkennt.
Der Ablauf zeigt die inhaltlichen Schritte, keine feste Stundenzahl. Klassisch sind es zwei Projekttage, möglich ist aber auch eine Verteilung auf mehrere Schulstunden, insgesamt rund 2 bis 3 Vormittage.
Im Ermittlungskreis, gemeinsam
Training in der Gruppe
TEIL 1Bilder, Kategorien und die ersten drei Spuren
Wir untersuchen KI-Bilder: Wer wird gezeigt, und wer fehlt?
Einstieg · Ermittlungskreis
Die Lerngruppe klärt, was Detektiv:innen ausmacht, und lernt Elin und ihren Fall kennen: Ihr Hund ist beim Schulfest in einen Bach gefallen, und niemand weiß, wer ihn gerettet hat. Das KI-Phantombild ist der erste Hinweis. Danach werden die Auftragskarten und ihre Symbole vorgestellt.
Training 1 · Das Klassenzimmer-Bild
Alle lassen sich mit demselben Prompt ein Klassenzimmer erzeugen und vergleichen die Bilder im Team. Mit einer Tabelle prüfen sie, wer zu sehen ist und wer fehlt, und halten ihre Ideen auf einer Fußspurenkarte fest.
Ermittlungskreis · Spur 1 und 2
Die Teams stellen ihre Bilder und Fußspurenkarten vor. Im Vergleich mit echten Klassenzimmern wird sichtbar, wie ähnlich sich die KI-Bilder sind.
Spur 1Du siehst auf dem KI-Bild nur eine Version. Auf der ganzen Welt gibt es viele weitere.
Spur 2KI lässt Menschen weg.
Training 2 · Ein neues Klassenzimmer
Die Kinder erstellen ein neues Bild und achten darauf, dass Schwarze Menschen, verschiedene Geschlechter, sichtbare religiöse Symbole und sichtbare Behinderungen vorkommen. Mit der Lupe untersuchen sie das Ergebnis.
Ermittlungskreis · Spur 3
Beim Galeriegang schauen sich alle die neuen Bilder an. Die Teams berichten, was sie mit der Lupe entdeckt haben und wie es sich anfühlt, von einer KI nicht gezeigt zu werden.
Spur 3Wer nicht gezeigt wird, wird nicht gesehen.
Abschluss · Ermittlungskreis
Die Lerngruppe blickt auf die Fußspuren-Wand und kommt selbst zu dem Schluss, dass Elins erster Hinweis wenig hilft. Neben das Phantombild wird ein Fragezeichen gehängt.
TEIL 2Wie KI lernt, Texte und das eigene Steuern
Die Kinder trainieren selbst eine KI, prüfen Texte und lernen, sie zu steuern.
Wiederholung · Ermittlungskreis
Mit Blick auf die Fußspuren-Wand erinnert sich die Lerngruppe an Tag 1 und an den Begriff Bias. Leitfrage des Tages: Warum arbeitet KI so, und lässt sich der Fall noch lösen?
Training 3 · Die Lernmaschine
Jedes Team trainiert an einem Tablet eine eigene kleine KI, die Jungen und Mädchen unterscheiden soll. Beim Testen merken die Kinder, dass die Maschine manche falsch einordnet. Sie läuft im Browser, alle Bilder bleiben auf dem Gerät.
Ermittlungskreis · Spur 4
Die Teams berichten, was ihre Lernmaschine erkannt hat und was nicht, und übertragen das auf große KI-Systeme: Woher kommen deren Trainingsdaten?
Spur 4Lernt die KI nur eine Sichtweise kennen, entsteht Bias.
Zweiter Hinweis · Ermittlungskreis
Die Lerngruppe schaut noch einmal auf das Phantombild. Dann meldet sich Elin per Sprachnachricht: Sie hat einen Steckbrief als Text erzeugen lassen, der neben das Phantombild kommt. Ob so ein Text besser hilft?
Training 4 · Das Familienfrühstück
Jedes Kind lässt sich eine kurze Geschichte über eine Familie beim Frühstück schreiben und untersucht sie mit der Lupe. Im Team wird gesammelt, welche Familien vorkommen und welche fehlen.
Ermittlungskreis · Spur 5
Einige Geschichten werden vorgelesen. Mit Klebepunkten am Familienmodell wird sichtbar, welche Familien die KI häufig erzeugt und welche kaum.
Spur 5Auch in Texten steckt Bias.
Training 5 · Die KI gezielt steuern
Die Kinder schreiben ihren Prompt so um, dass die Geschichte zu einem anderen Familienmodell passt, und vergleichen im Team, was sich verändert hat.
Ermittlungskreis · Spur 6
Die Teams berichten, ob die KI ihr Familienmodell umgesetzt hat. Die Kinder erkennen: Die KI kann Elins Held:in nicht finden, denn es könnte jede Person gewesen sein.
Spur 6Ich kann die KI durch meine Eingabe lenken!
Held:in gesucht
Mit Hilfe der KI schreiben die Kinder eine Mail an die Zeitung oder einen Brief oder gestalten ein Plakat, um die echte Person zu finden. Hier erleben sie KI als kreatives Werkzeug.
Auflösung und Abschluss · Ermittlungskreis
Die Teams stellen ihre Aufrufe vor. Alle sechs Spuren werden noch einmal durchgegangen, das Plakat „Wenn du KI benutzt, dann frag dich …" bleibt im Raum. Zum Schluss gibt es die Zertifikate.
Elins Antwort · Ermittlungskreis
Einige Zeit später kommt ein zweiter Brief von Elin: Der Aufruf hat geholfen. Es waren drei Kinder, die den Hund gemeinsam gerettet haben. Damit schließt sich der Kreis zum Phantombild vom ersten Tag.
Vorbereitung, einmal vor dem Projekt
Planen Sie vorab 2–3 Stunden ein, in denen die Kinder frei mit der KI experimentieren, dann steht an den Projekttagen das Ermitteln im Vordergrund, nicht die Technik.
Reflexionsfrage zum Abschluss
„Wo im Alltag wollt ihr ab jetzt genauer hinschauen, wenn ihr KI benutzt?"
Eltern informieren
Eine fertige Info-Seite zum Weitergeben, was Bias ist, was die Kinder lernen und wie man zu Hause begleiten kann.
