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Das Projekt
Die Bias-Detektiv:innen verbinden die Lebenswelt der Kinder, die Funktionsweise von KI und eine demokratische Grundhaltung, zu einer Tätigkeit, die Kinder ernst nimmt.
Warum KI schon in der Grundschule?
Kinder nutzen KI längst selbstverständlich, verstehen aber oft nicht, wie sie funktioniert, und vertrauen ihren Ergebnissen besonders stark. Genau diese Lücke zwischen Können und Verstehen ist die Aufgabe der Grundschule: vom fertigen Ergebnis umschalten auf die Frage „Wie kommt das zustande, und stimmt das überhaupt?"
Bias = Verzerrung
Eine systematische Schieflage, die bestimmte Gruppen benachteiligt. Eine KI „denkt" dabei nicht und „will" niemanden benachteiligen, sie erzeugt Wahrscheinlichkeiten aus den Mustern ihrer Trainingsdaten. Genau das spüren die Kinder im Projekt auf.
Menschen handeln mit Verzerrungen
Vorurteile zeigen sich oft unbewusst, im Verhalten.
Spuren in den Daten
Texte, Bilder und Klicks speichern diese Muster.
KI lernt & verstärkt
Das System wiederholt und verstärkt die Muster.
Ausgaben prägen Kinder
Kinder vertrauen den Ergebnissen oft besonders.
Drei kommerzielle Programme sollten auf Fotos nur erkennen, ob eine Frau oder ein Mann zu sehen ist. Bei einem der Systeme lag die Fehlerrate bei Frauen mit dunklem Hautton bei 34,7 %, bei Männern mit hellem Hautton im selben System bei 0,3 % (Buolamwini & Gebru 2018).
Warum Demokratiebildung?
Das Projekt heißt Bias-Detektiv:innen und nicht Technik-AG, aus gutem Grund. Vorurteile sind kein Defizit einzelner Kinder, sondern entwicklungstypisch: Kinder „fangen" Verzerrungen früh über Beobachtung auf, oft bevor sie eingeschult werden. Genau deshalb ist die Grundschule der wirksamste Ort, um ihnen früh und offen zu begegnen, solange Haltungen noch beweglich sind.
Elin sucht eine Heldin oder einen Helden
Beim Sommerfest verliert Elin ihren Hund Kiro, und jemand rettet ihn aus dem Bach, ohne sich zu zeigen. Elin bittet eine KI um ein Phantombild der Heldin oder des Helden. Die KI liefert einen jungen, sportlichen Mann. Hier beginnt die Arbeit der Bias-Detektiv:innen: Stimmt das alles? Schritt für Schritt entdecken die Kinder, dass in den Bildern und Texten einer KI Verzerrungen stecken.
Die sechs Spuren
Über beide Projekttage sichern die Kinder sechs Erkenntnisse, die „Spuren". Sie bilden den roten Faden des Projekts.
Du siehst auf dem KI-Bild nur eine Version. Auf der ganzen Welt gibt es viele weitere.
KI lässt Menschen weg.
Wer nicht gezeigt wird, wird nicht gesehen.
Lernt die KI nur eine Sichtweise kennen, entsteht Bias.
Auch in Texten steckt Bias.
Ich kann die KI durch meine Eingabe lenken!
